Wichtig bei der Hamsterhaltung ist die Einzelhaltung! Auch wenn es euch grausam
erscheint oder sich (gerade bei Zwerghamstern) doch mal 2 verstehen, Hamster lieben
ihre Ruhe! Hamster sind nachtaktiv, also nichts für Kinderhände. Vor 20 Uhr wird
man sie wohl kaum mal zu Gesicht bekommen. Sollten sie tagsüber geweckt werden,
können sie doch schon sehr aggressiv darauf reagieren. Außerdem verkürzt solche
eine Störung ihr Leben extrem, wo die Lebenserwartung doch eh nur bei etwa 2 Jahren
liegt!
Natürlich sollte man sich auch bei der Anschaffung erstmal im Tierheim oder bei
Notstationen umhören. Euer Hamster sollte einen gesunden Eindruck machen, also
keine verklebten Augen, ein ungepflegtes Fell oder dergleichen haben.
Die Behausung sollte nicht zu klein ausfallen, muss man doch bedenken, dass Hamster
in der Natur die ganze Nacht unterwegs sind. Ideal wären somit 100 cm x 50 cm und
zudem täglicher Auslauf. Der Käfig (Aquarien eignen sich hierfür sehr gut) sollte
viel Abwechslung bieten, damit euer Hamster sein Leben genießen kann. Ein idealer
Käfig sollte also Häuser, und andere Versteckmöglichkeiten bieten, die nicht aus
Plastik bestehen. Hamster nagen mit Vorliebe und Plastik kann doch schnell mal
gefressen werden. Man kann sich ja vorstellen zu was das führt! Eine Wasserflasche
und Futternäpfe (am besten aus Keramik) gehören auch zur Grundausstattung. Für das
Schlafnest gibt es eine einfache und günstige Variante, über die sich der Hamster
freuen wird… Zellstoff! Ich habe Taschentücher immer in Streifen gerissen und rein
gelegt. Meine Hamsterin hat sich dann ihre Nestecke selbst ausgesucht und das
Zellstoff dorthin gebracht. Es ist wirklich niedlich anzuschauen und bietet reichlich
Arbeit für den Hamster. Den restlichen Käfig kann man jetzt noch Holz- bzw.
Weidenbrücken, weitere Etagen oder Klopapierrollen (leer) zufügen. Chinchillasand
bietet sich für die Fellpflege an, euer Hamster wird es euch danken. Das
allerwichtigste aber ist das Laufrad! Es sollte groß genug für den Hamster sein,
das erkennt man daran, dass der Hamster sich nicht krümmen muss um ein wenig zu laufen.
Ideale Laufräder gibt es bei
Rodipet.
Die Eintreu sollte nicht zu mager ausfallen, damit der Hamster auch mal ein paar
Gänge buddeln kann. Es eignen sich hierfür Holzspäne, Kleintiertorf oder aber auch
Hanfstreu. Beim säubern des Käfigs ist darauf zu achten, dass man nicht alle Streu
wechselt da Hamster sich sehr an ihrem Geruch orientieren und neue Eintreu wirkt so
wie eine neue Behausung was den Hamster unnötig stresst.
Der Standort sollte vor allem viel Ruhe bieten, jedoch ist das Schlafzimmer wohl nicht
so ideal, da sonst euer Schlaf gestört wird :O)
Noch eine wichtige Information für Neu-Hamsterbesitzer am Ende. Hamster sind
kurzsichtig! Daher sollte man bei mehreren Ebenen im Käfig darauf achten, dass
diese überlappen, damit der Hamster nicht zu tief runterfallen kann. Auch beim
Auslauf ist darauf zu achten, da manche Hamster wahre Akrobaten sind. Meine Paula,
hat sogar mal meine Schrankwand erklimmt. Sie steht ein paar cm von der Wand ab und
so kroch sie problemlos hinauf. (Rücken an die Schrankwand und mit den Füßen gegen
die Wand) Dasselbe klappt auch bei einer Heizung. So schafft der Hamster es doch
manchmal leichter als einem lieb ist, sich auf die Fensterbank zu angeln!
Eingewöhnung
Der Käfig sollte schon fertig eingerichtet sein, bevor man sich einen Hamster holt.
Sofern es möglich ist, geht ihn erst abends abholen, damit sein Schlaf nicht zu sehr
gestört wird. Ihr solltet außerdem ein wenig alte Eintreu von seinem bisherigen
Zuhause mitnehmen, damit er sich nicht zu arg überrumpelt fühlt.
Natürlich braucht auch ein Hamster Zeit um sich einzugewöhnen. Deshalb gebt ihm ein
paar Tage zur Eingewöhnung. In den ersten Tagen gebt ihr dann nur frisches Futter
rein und wechselt das Wasser.
Nach den ersten Ruhetagen, kann man sich abends genauer mit dem Hamster beschäftigen.
Am besten ihr nehmt die Eintreu des Hamsters und reibt euch damit erstmal die Hände
ein, so riecht es doch gleich vertrauter. Eine Hand könnt ihr jetzt erstmal ruhig im
Käfig halten, in der Hoffnung, dass der Hamster mal schnuppern kommt. Das kann
natürlich einige Abende in Anspruch nehmen, bevor er sich mal traut.
Ist der Einstieg geschafft, kann man dem Hamster auf die Weise Futter anbieten. Und
vorsichtig versuchen mit einem Finger über ihn zu streicheln. Auch hier wird wieder
viel Geduld gefragt sein.
Ist auch das geschafft, sollte es kein Problem sein, den Hamster hinauszunehmen.
Fütterung
...in Arbeit...
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